29% weniger Krankheitstage – wohldosierte Kälte für ein starkes Immunsystem

29% weniger Krankheitstage – wohldosierte Kälte für ein starkes Immunsystem

29% weniger Krankheitstage – wohldosierte Kälte für ein starkes Immunsystem

Eine Studie aus den Niederlanden aus dem Jahr 2016 hat ein klares Fazit ergeben: Bereits 30-sekündige kalte Duschen am Morgen können die Anzahl der Krankheitstage um einen Drittel reduzieren. In einem 30-tägigen Experiment erklärten sich 3.000 Freiwillige bereit, ihre gewohnte morgendliche Dusche entweder um 30, 60 oder 90 Sekunden mit kaltem Wasser zu verlängern oder wie gewohnt warm zu duschen.

Im Anschluss analysierten Forscher die Anwesenheitslisten derselben Personen über den genannten Zeitraum. Dabei zeigte sich, dass in allen Gruppen, die sich mit kaltem Wasser duschten, die Teilnehmer im Durchschnitt um 29 % weniger Tage abwesend waren im Vergleich zur Kontrollgruppe. Dies lässt darauf schließen, dass kalte Duschen zu einer Reduzierung der Krankheitstage führen können.

Darüber hinaus sorgt eine kalte Dusche dafür, dass man gut gelaunt in den Tag startet, da der Körper in dieser Situation Endorphine ausschüttet.

Ein Tipp: Es ist einfacher im Sommer mit den kalten Duschen zu beginnen als in der kälteren Jahreszeit. Gerne kann ich dir einen Leitfaden für einen erleichterten Einstieg zum Kaltduschen zur Verfügung stellen. Sende mir bitte eine kurze Nachricht.

Die gesamte Studie kannst du dir unter diesem Link anschauen: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5025014/

Auswirkungen unnatürlicher Atmung

Auswirkungen unnatürlicher Atmung

Auswirkungen unnatürlicher Atmung

Stress ist eine der Hauptursachen für unnatürliche (dysfunktionale) Atmung. Oft haben wir Stress am Arbeitsplatz und in unserer Freizeit. Die modernen Telekommunikationsmittel, die unsere permanente Erreichbarkeit gewährleisten, sind auch eine Quelle permanenten Stresses.

Die Gedanken an die zu erledigenden beruflichen Aufgaben vom nächsten Tag bestimmen häufig den Feierabend und sorgen dafür, dass wir nicht die Regeneration finden, die wir eigentlich benötigen.

Der Stress, dem wir ausgesetzt sind, wirkt sich auf unsere Schlafqualität aus. Wir schlafen nicht nur schlechter ein, wir wachen auch nachts häufiger auf und haben dann Probleme wieder in den Schlaf zu finden. Dies führt dazu, dass dem Körper die dringend benötigten Erholungs- und Regenerationsphasen fehlen. Wir sind am nächsten Tag gerädert und es zeigt sich ein spürbarer Energieverlust. Zusätzlich wird das Immunsystem geschwächt.

 

Bei dysfunktionaler Atmung wirkt Stress wie ein Teufelskreis. Durch die dysfunktionale Atmung werden wir leichter reizbar und auf diesem Weg wiederum empfänglicher für Stress.

Ursachen für die dysfunktionale Atmung

Ursachen für die dysfunktionale Atmung

Ursachen für die dysfunktionale Atmung

Die Lebensgewohnheiten waren in der Vergangenheit einem spürbaren Wandel unterworfen. Dieser Wandel wirkt sich auch auf unsere Atmung aus. Es ist eine Veränderung, die verschiedene Bereiche betrifft.
Wir Menschen bewegen uns zu wenig. Die Ursache liegt zu einem großen Teil auch in unserer Arbeitswelt begründet. Unser beruflicher Alltag ist durch überwiegend sitzende Tätigkeiten geprägt. Die viele Zeit, die wir im Büro, in der Uni oder beim Autofahren verbringen, nimmt uns die Zeit, uns ausreichend zu bewegen. Dies beeinflusst unsere Atmung negativ.

 

Als weiterer Faktor kommt die schlechte Qualität unserer Ernährung dazu. Wir bringen dem Essen nicht mehr die notwendige Wertschätzung entgegen. Dies zeigt sich in zweifacher Hinsicht. Zum einen geben wir uns häufig, sei es aus Bequemlichkeit oder aus finanziellen Gründen, mit minderwertigem Essen zufrieden. Zum anderen räumen wir dem Essen nicht die Zeit ein, die es in unserem Tagesablauf verdient. Dies führt dazu, dass wir nur im Vorbeigehen essen und dann auch häufig relativ maßlos sind.

 

 

Stress ist eine der Hauptursachen für dysfunktionale Atmung. Oft haben wir Stress am Arbeitsplatz und in unserer Freizeit. Die modernen Telekommunikationsmittel, die unsere permanente Erreichbarkeit gewährleisten, sind auch eine Quelle permanenten Stresses, weil die Grenze zwischen Privat- und Berufsleben nicht mehr klar definiert ist.

Die Gedanken an die zu erledigenden beruflichen Aufgaben vom nächsten Tag bestimmen häufig den Feierabend und sorgen dafür, dass wir nicht die Regeneration finden, die wir eigentlich benötigen.

Atemzüge pro Minute | Dysfunktionale Atmung und Atemfrequenz

Atemzüge pro Minute | Dysfunktionale Atmung und Atemfrequenz

Atemzüge pro Minute | Dysfunktionale Atmung und Atemfrequenz

Wie sich aus verschiedenen Studien ergibt, die in jüngster Zeit zu diesem Thema erstellt wurden, haben 60-80% der Bevölkerung eine dysfunktionale Atmung. Dies zeigt sich unter anderem dadurch, dass wir pro Minute im Durchschnitt 14-18 Atemzüge machen. Dies ist eine Zahl, die weit von den idealen Werten entfernt liegt. Wenn wir Arbeiten ausführen, die mit geringer körperlicher Belastung verbunden sind, wie zum Beispiel Tätigkeiten am Computer, sollte die Atemfrequenz unterhalb der Schwelle von 10 Atemzügen pro Minute liegen. Idealerweise liegt die Atemfrequenz bei 5,5 Atemzügen pro Minute. Dies ist ungefähr ein Drittel des Wertes, der sich als Ergebnis der Studien ergeben hat.
Wenn wir nach den Ursachen suchen, die für diese dysfunktionale Atmung verantwortlich sind, so stellen wir fest, dass sich diese aus mehrdimensionalen Komponenten zusammensetzen. Hier kommen biomechanische, biochemische und psychologische Kategorien zum Tragen.

Die biochemische Kategorie

Die biochemische Kategorie betrifft das Ungleichgewicht zwischen Sauerstoff und Kohlendioxid.

Die biomechanische Kategorie

Diese Kategorie betrifft die mangelhafte Koordination der Muskeln, die für das Atmen verantwortlich sind. Diese sind das Zwerchfell, die Bauchmuskeln und die Muskulatur des Brustkorbs.

Die psychologische Kategorie

Die psychologische Forschung konnte den Nachweis erbringen, dass Ängste und andere emotionale Zustände die Ursache für Atemstörungen bilden können. In verschiedenen Fällen waren die psychischen Probleme ursächlich für die auftretenden körperlichen Symptome verantwortlich.

 

Zieh Dich warm an mein Kind sonst wirst Du krank

Zieh Dich warm an mein Kind sonst wirst Du krank

Zieh dich warm an, mein Kind, sonst wirst du krank! Wirklich?

Es gibt wohl keinen einzigen unter uns, der nicht durch diesen wohlgemeinten Rat durch seine Kindheit begleitet wurde. Den Glauben, dass Kälte krank macht, bekommen wir alle in die Wiege gelegt und geben ihn ungeprüft weiter. Kann man sich wirklich erkälten, wenn man sich bei niedrigen Temperaturen zu lange im Freien aufhält? Es wird höchste Zeit, den Wahrheitsgehalt dieser Behauptung zu überprüfen!

Wie ist die Sichtweise der Mediziner?

Die Mediziner bewerten diese Fragestellung absolut eindeutig. Die Ursache für Erkältungskrankheiten sind Viren. Kälte allein kann keinen Schnupfen verursachen. Die Kälte kann jedoch die Wirkung eines Infekts unterstützen. Wenn das Immunsystem gegen einen Infekt ankämpft und in dieser Situation zusätzlich durch Kälte belastet wird, steigt die Gefahr einer Erkrankung. Wenn Du Dir die Frage stellst, warum gerade in den Wintermonaten Erkältungskrankheiten in gehäufter Form auftreten, so sind die Ursachen nicht in den Temperaturen der kühlen Jahreszeit zu suchen. Das Risiko sich mit einer Erkältungskrankheit zu infizieren, ist in den Wintermonaten wesentlich höher, weil die Menschen sich wesentlich häufiger in beheizten und schlecht durchlüfteten Räumen aufhalten. Dies beinhaltet eine doppelte Gefahr. Die Heizungsluft lässt die Nasenschleimhäute austrocknen. Dadurch werden diese durchlässiger für Keime. Zusätzlich ist in geschlossenen Räumen das Risiko, Krankheitserreger auf dem Weg der Tröpfcheninfektion aufzunehmen, wesentlich größer. Dies sollte jedoch nicht zu dem Schluss verleiten, die Kälte zu vermeiden. Vielmehr solltest Du in den kalten Monaten das Immunsystem stärken.

Kälteexpositionen zur Verbesserung des Immunsystems

Ein wirksames Mittel ist es, sich der Kälte tatsächlich auszusetzen und sich nicht nur vor ihr zu schützen. Diese Kälteexpositionen wirken sich positiv auf die psychische und die physische Gesundheit aus. Nicht ohne Grund erfreut sich das Eisschwimmen in Skandinavien, Russland und China einer außerordentlichen Beliebtheit. Hierzu sägen die Schwimmer ein Loch in das Eis und tauchen bei Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt in das Wasser ein.

Kälteexpositionen haben einen positiven Effekt auf die Blutgefäße. Dies beruht darauf, dass diese gezwungen werden, sich zu verengen und wieder zu erweitern. Bei regelmäßigen Wiederholungen kannst Du hier einen Trainingseffekt erzielen und die Gefahr der Verengung von Blutgefäßen deutlich reduzieren.

Wenn man Menschen, die regelmäßig ein solches Kältetraining absolvieren, nach ihren Erfahrungen befragt, so erhält man vielfach zur Antwort, dass das Kälteempfinden in starkem Maße nachgelassen hat. Gleichzeitig setzt die Kälte neue Energie frei und wirkt sich auch positiv auf die Stimmung aus.

Die Auswirkungen eines regelmäßigen Kältetrainings sind sehr positiv. Wenn auch Du diesen Weg beschreiten möchtest, solltest Du allerdings darauf achten, das Training langsam zu steigern.

Durch kontinuierliche Steigerung kannst Du vermeiden, einen Kälteschaden zu erleiden, der Dir droht, wenn Du Dich untrainiert zu lange einer extremen Kälte aussetzt. Ein Kälteschaden kann dann auftreten, wenn die Kälteexposition dazu führt, dass die Körpertemperatur unter den Wert von 35 Grad fällt. Bei dieser Temperatur besteht die Gefahr, dass es zum Absterben von Gewebe kommt. Wenn Du regelmäßiges Kältetraining absolvierst, sinkt die Körpertemperatur nicht unter 37 Grad Celsius.

Womit ist dies zu begründen?

Bei Menschen, die sich regelmäßig der Kälte aussetzen, steigt die Stoffwechselrate um ein 300 Prozent. Dies bedeutet, dass eine körpereigene Heizung hochgefahren werden kann, die dreimal so leistungsfähig ist wie bei nicht trainierten Menschen.

Zusätzlich verfügen Menschen, die regelmäßig Kältetraining absolvieren, über eine große Menge braunen Fettgewebes.

Die Bedeutung von braunem Fettgewebe

Der menschliche Körper verfügt über zwei verschiedene Arten von Fettgewebe. Es gibt das weiße und das braune Fettgewebe. Die Hauptaufgabe des weißen Fettgewebes besteht im Abspeichern von Energie. Die hauptsächliche Aufgabe des braunen Fettgewebes besteht darin, den Körper warmzuhalten. Um diese Aufgabe zu erfüllen, werden hier Fettsäuren und Glukosen verbrannt. Ein nachhaltig durchgeführtes Kältetraining sorgt dafür, dass der Anteil des braunen Fettgewebes deutlich gesteigert wird. Interessant ist es, sich bei dieser Gelegenheit vor Augen zu führen, dass Babys über einen großen Anteil braunen Fettgewebes verfügen, dieser Anteil jedoch im weiteren Verlauf des Lebens immer weiter sinkt. Bei erwachsenen Menschen in den westlichen Ländern ist braunes Fettgewebe kaum noch vorhanden.

Durch Kälte kann es jedoch wieder aktiviert werden. Hierzu ist bereits eine Temperatur von 16 Grad Celsius ausreichend. Bei niedrigeren Temperaturen werden Fettsäuren aktiviert, die dafür sorgen, dass der Körper auf der richtigen Temperatur gehalten wird. Dies geschieht durch die Verbrennung von Energie, in zelleigenen „Kraftwerken“, die auch als Mitochondrien bezeichnet werden.

Durch eine Aktivierung des braunen Fettgewebes kann man auch erfolgreich gegen Übergewicht ankämpfen. Ein junger Erwachsener verfügt in der Regel über circa 50 Gramm braunen Fettes. Wenn es durch Kältetraining gelingt, dies dauerhaft zu aktivieren, können bis zu 16 Kilogramm weißen Fettgewebes im Verlauf eines Jahres verbrannt werden.

Welche Bedeutung hat der Hypothalamus?

Um die Funktion des menschlichen Organismus zu erhalten, ist es wichtig, eine Kerntemperatur von etwa 37 Grad zu halten. Um dies zu gewährleisten, befinden sich in der Haut und in anderen Organen Temperatursensoren. Es handelt sich hier um freie Nervenendigungen sensibler Nervenzellen. Diese liefern ihre Informationen an den Hypothalamus. Beim Hypothalamus handelt es sich um einen Bereich des Zwischenhirns, der neben vielen anderen Aufgaben für die Regulierung der Körpertemperatur verantwortlich ist. Wenn hier die Information über eine Reduzierung der Körpertemperatur ankommt, werden Vorgänge im Körper in Gang gesetzt, die für eine erhöhte Energiebereitstellung, eine Erhöhung der Herzfrequenz und auf diesem Weg für eine Erhöhung der Körpertemperatur sorgen.

Fazit

Wenn man sich vor Augen führt, welche komplexen körperlichen Vorgänge in Gang gesetzt werden, wenn die Körpertemperatur sinkt, stellt man fest, dass dieser bestens darauf vorbereitet ist, mit einer abgekühlten Umgebung umzugehen. Die langfristig positiven Wirkungen, die das Kältetraining auf den menschlichen Organismus hat, belegen, dass es sogar sinnvoll ist, ihn mit Kälte zu konfrontieren und den Körper seine bestimmungsgemäßen Aufgaben erfüllen zu lassen. Deswegen solltest auch Du an die natürlichen körperlichen Fähigkeiten Deiner Kinder glauben. Das Immunsystem Deiner Kinder wird gestärkt und sie bleiben auf diese Weise gesünder!

Vermittle Deinen Kindern nicht den Glauben, dass sie durch Kälte krank werden.

Sie werden es nicht!

Kälte gegen Winterblues und Depressionen

Kälte gegen Winterblues und Depressionen

Kälte gegen Winterblues und Depressionen

Die Nächte werden länger, man geht im Dunkeln aus dem Haus und kommt im Dunkel von der Arbeit nach Hause zurück. Es ist neblig und verregnet. Die Zeit für Winterblues und Mini-Depressionen. 

Wenn dein Körper regelmäßig Glückshormone produziert, haben Winterblues und depressive Verstimmungen keine Chance.* Sobald du aus dem Kältebad kommst, durchströmen Endorphine deinen Körper. Diese Glückshormone durchströmen deinen Körper und du würdest am liebsten die ganze Welt umarmen. Mit Glückshormonen gelingt dir alles, denk nur daran, wie es ist, frisch verliebt zu sein.

Kalt Duschen

Die Produktion von Endorphinen geschieht im Kleinen auch schon bei einer morgendlichen kalten Dusche. Kälteeinwirkungen aktivieren das sympathische Nervensystem und erhöhen den Blutspiegel von Beta-Endorphin und Noradrenalin. Dank der hohen Dichte an Kälterezeptoren in der Haut wird auch schon bei einer kalten Dusche eine überwältigende Menge an elektrischen Impulsen von den peripheren Nervenenden an das Gehirn gesendet, was zu einer antidepressiven Wirkung führen kann. Auch am Abend kann die kalte Dusche eine entspannende Wirkung haben, da die Endorphine uns beruhigenden und für einen erholsamen Schlaf sorgen.

Endorphine

Endorphine sind endogene Morphine, eine körpereigene Droge, die bei Bedarf ausgeschüttet wird und für ein High sorgt. Sie docken an den gleichen Rezeptoren wie Opiate an und sorgen für eine rauschartige Euphorie. Dies kann bei positivem Stress, wie beispielsweise bei einem Kältebad geschehen. Endorphine haben eine schmerzlindernde und beruhigende Wirkung. Sie unterstützen uns in anstrengenden Phasen, oder werden in Notfallsituationen ausgeschüttet, so dass wir bei einer Verletzung erst einmal keine Schmerzen spüren. Sie machen uns resistenter gegen hohe Belastungen und lassen uns mit Stress besser umgehen.    

Es gibt 3 Arten von Endorphinen. Alpha-Endorphine, Beta-Endorphine und Gamma-Endorphine. Die am besten erforschte Untergruppe der kleinen Glücksbringer ist das Beta-Endorphin, da es im menschlichen Körper am meisten vorkommt.

Alles in allem haben die Endorphine viele positive Eigenschaften. Sie beugen Stress vor, stärken das Immunsystem, sorgen für einen besseren Schlaf, lindern Schmerzen, stimulieren die Libido und senken den Hunger.

* Studie: Kälte gegen Depressionen

Schnelle kurzfristige Stressreduktion mit einem Gesichtsbad

Schnelle kurzfristige Stressreduktion mit einem Gesichtsbad

Schnelle kurzfristige Stressreduktion mit einem Gesichtsbad

Wenn du im Stress bist, kurz vor einen wichtigen Termin o. ä., gibt es einen einfachen und schnell umsetzbaren Hack, mit dem du dein Stresslevel deutlich senken kannst. Tauche dein Gesicht für ein paar Sekunden, folge zu Beginn deinem Gefühl, in eine Schüssel oder ein Waschbecken mit kaltem Wasser.

In dem Moment, wenn dein Gesicht ins kalte Wasser taucht, aktivierst du deinen Parasympathikus*. Der ist zuständig für deine Ruhe- und Regenerationsphasen („rest and digest“). Du lässt deinen Körper in einen entspannten Modus gehen und schon nach ein paar Sekunden merkst du die Entspannung. Dies nennt sich auch „Tauchreflex“.

Workflow

Die einfachste und schnellste Version ist, dass du ein Behältnis mit kaltem Wasser füllst. Zur Vorbereitung schließe deine Augen, atme einige Male tief ein und aus und nimm dich ganz bewusst war. Schaue auf deine Atmung, deinen Herzschlag und deine Gedanken. Mache dir bewusst, warum du das Gesichtsbad machst, und setze dir eine Intention. Dann hole tief Luft und tauche dein Gesicht bis zum Haaransatz, wenn möglich für 20 Sekunden und mehr, ins kühle Nass. Bleibe hier so lange, bis dich der Drang zum Atmen oder die Kälte zum Auftauchen zwingen.

Noch etwas kälter

Wenn du die Gelegenheit hast, mache ein Gesichts-Eisbad. Füll dein Waschbecken mit kaltem Wasser und senke die Temperatur mit Kühlakkus oder Eiswürfeln, um eine Wassertemperatur von 5 – 8 Grad Celsius zu erhalten. Dann spüre zunächst aber erst einmal mit deinen Händen die Kälte des Wassers und gib dir ein paar Spritzer ins Gesicht. Gehe nun wie oben beschrieben vor.

* Der Sympathikus und Parasympathikus sind Teil unseres vegetativen Nervensystems. Sie sind funktionell gesehen meist Gegenspieler. Der Sympathikus stellt den Organismus auf eine Aktivitätssteigerung („fight or flight“) ein, der Parasympathikus ist in Ruhe- und Regenerationsphasen („rest and digest“) aktiv.

60-80% atmen unnatürlich

60-80% atmen unnatürlich

60-80% atmen unnatürlich.

Die richtige Atmung ist uns eigentlich in die Wiege gelegt worden. In unserer heutigen Gesellschaft ist es jedoch eine Herausforderung geworden so zu atmen, wie es biologisch vorgesehen und wünschenswert wäre. Wir gehen davon aus, dass unser Körper immer reflexartig so viel Luft aufnimmt, wie er benötigt. Mehrere Studien haben bewiesen, dass durchschnittlich 60-80% der Bevölkerung unnatürlich atmen. Wir sind aus dem Takt geraten. In den Studien wurde festgestellt, dass wir zu viel atmen.

Die Menge an Luft, die wir einatmen, erhöht sich sukzessive durch unsere modernen Lebensumstände. Eigentlich hört es sich erst einmal gut an, wenn wir mehr Sauerstoff in den Lungen haben. Von einem guten Gesundheits- und Fitnesszustand zeugt allerdings ein leichter Atem. Chronisches Hyperventilieren, also ein Überatmen, ist ein grosses und selten identifiziertes Hindernis auf dem Weg zu Gesundheit und Fitness. Wir können zwei- dreimal so viel Luft einatmen, wie wir benötigen, ohne es zu bemerken.

Wir atmen flach und zu schnell.

Kurze, flache Atemzüge aktivieren unser sympathisches Nervensystem. Dies löst bei uns die Fight-or-Flight-Reaktion aus. Unter anderem steigen der Blutdruck und die Herzfrequenz, unser Körper schaltet auf den Überlebensmodus. Er befindet sich im Alarmzustand und im Dauerstress. Dies führt zu kurzfristigen Problemen wie Kopfschmerzen, Konzentrationsschwierigkeiten, Merkschwäche und langfristigen gesundheitlichen Beeinträchtigungen.

Negativ beeinflusst wird unser Atemprozess durch mangelnde Bewegung, ungesunde Ernährung, überwiegend sitzende Tätigkeiten, überhitzte Häuser und permanenten Stress.

Die gute Nachricht.

Unsere Lebensumstände können wir beeinflussen. Aber was wir Jahre lang praktiziert haben, lässt sich nicht mal eben von heute auf morgen ändern. Damit es funktioniert, braucht es seine Zeit.

Was wir gut und mit ein wenig Übung ändern können, ist unser Atemprozess. Mit unserer Atmung können wir uns je nach Situation aktivieren oder entspannen. Bei der Einatmung aktivieren wir uns über unseren Sympathikus und bei der Ausatmung entspannen wir uns über unseren Parasympathikus. Für beide Bereiche gibt es viele Übungen, wie beispielsweise das Box-Breathing zum Entspannen. Bei dieser Übung ist die Phase des Einatmens die kürzeste.

Was auch hilft, wenn wir uns in den ruhigen Minuten, anstatt zum hundertsten Mal aufs Handy zu schauen, uns auf unsere Atmung konzentrieren. Am einfachsten ist es, wenn du doppelt so lange ausatmest, wie du einatmest. Je nachdem in welcher Verfassung du bist, starte am Anfang mit zwei Sekunden einatmen und vier Sekunden ausatmen. Wenn du merkst, dass dies gut funktioniert, dann steigere langsam die Sekunden. Schaue immer, dass du dich dabei wohlfühlst.

Weitere Information findest du hier

Die gesamte Studie kannst du dir unter diesem Link anschauen: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC7015034/